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Chronik der Kanuabteilung

1989 - 1993 Abteilungsleiterin: Helga Ehrlich

Bei der Jahreshauptversammlung am 18.3.1989 fanden Neuwahlen statt, die eine neue „Ära“ anbrechen ließen: Eine Frau als Abteilungsleiterin! Frau Helga Ehrlich, die seit 1975 der Kanuabteilung angehört, hat als begeisterte und begeisternde Paddlerin auf vielen Flüssen im In- und Ausland Kenntnisse und Erfahrungen und gesammelt, die sie für diese Aufgabe geradezu prädestinierten. Ihre guten Kontakte zu anderen Vereinen und zum Bayerischen Kanuverband waren ihr bei der Vereinsarbeit, die auch viel Verwaltungsarbeit beinhaltet, eine große Hilfe.

Neue Crew:

  • Abteilungsleiterin: Helga Ehrlich
  • Abteilungsleiter: Alfred Storch
  • Wandersportwart: Oskar Bollmann
  • Wildwassersportwart: Stefan Knörr
  • Schriftführer: Christine Hess
  • Kassenwart: Jutta Gertler
  • Kassenprüfer: Erika Roth

Die Abteilung bestand derzeit aus 46 Mitgliedern mit 40 Booten.

Für vier Jahre stand sie nun der Abteilung vor und pflegte weiterhin die eingeführten und beliebten Unternehmungen wie das Hallenbadtraining in Dietenhofen, die Karpfenwanderung zusammen mit dem Posaunenchor, die Ferienspaßaktion am Weiterndorfer Weiher, an der bis zu 48 Kinder teilnahmen, und die Bootstaufe.

Am 25.6.1989 fand wieder eine Bootstaufe statt: Kinderboot Little Joe, Taifun „Knurschel“, Bavaria 2-er „Strolch“, Einer „Sander“, Bavaria 2-er „Lu II“, 1-er „Schnucki“, Einer Taifun „Isar I“, Einer „Kathrin“, Einer „Gresu“. Welch interessante und phantasievolle Namen für Boote, was da wohl dahintersteckte?

Die Äquatortaufe erhielten Isabelle Wagner, Alfred Storch, Fritz Hess und Elke Kernstock. Über diese Bootstaufe, an der fast alle Kanumitglieder teilnahmen, wurde sogar im Bayerischen Kanusport und im Jahresbericht des Bayer. Kanu-Verbandes berichtet.

Zeitungsausschnitt zur Bootstaufe

Das Vereinspaddeln auf dem Oberen Main musste 1989 wegen schlechter Witterung ausfallen. Es wurden vorwiegend „Hausflüsse“ befahren, wie die Altmühl, Donau, Main etc. An Himmelfahrt nahmen 6 Kanuten an der Internationalen Isar Regatta teil. An Pfingsten wurde von vier Paddlern die Ilz mit benachbarten Flüssen befahren. An Fronleichnam wurden 107 km auf dem Regen von Blaibach bis Ramsau gepaddelt. 13 Paddler nahmen an der Fahrt teil. Isabelle Wagner fuhr mit 10 Jahren diese Strecke allein im Kinder-Einer, eine beachtliche Leistung. Den Taucherkrug erhielt Georg Kolb, der den Kanadier zum Kentern brachte. Da der Regen an dieser Stelle nur einen Meter tief war, konnte man das Boot gemütlich wieder an Land umdrehen…

Die Ferien-Aktion am Weiterndorfer Weiher war für mehr als 30 Kinder wieder ein Riesenspaß. In diesem Jahr wurden insgesamt 3.145 km gefahren.

Neben dem Kenterrollen-Training im Hallenbad Dietenhofen wurde 1990 der „Kanuten-Hock“ wieder aktiviert, um den Kontakt unter den Mitgliedern zu beleben. Die Kanuabteilung war wieder auf Flüssen im In- und Ausland vertreten, u. a. auf dem Main, der Altmühl, beim 18. Bayerischen Wanderfahrertreffen in Straubing und bei der 18. Internationalen Schwentine-Kanurallye in Kiel, wo die Nordlichter erfahren mussten, dass es einen TV Heilsbronn gibt. Auch in Tschechien wurde gepaddelt.

Es fanden keine großen Vereinsfahrten auf Wildwasserflüssen statt. Insgesamt wurden 1.592 km gepaddelt, Oskar Bollmann erhielt mit 659 km den Wanderpokal.

Bericht zur Hauptversammlung 1990

Bei den Vereinswahlen 1991 wurde die bisherige Mannschaft in ihren Ämtern bestätigt. Als neue Schriftführerin wurde Christine Knörr, geb. Schneider, gewählt.

Auch in diesem Jahr wurden hauptsächlich nahe gelegene Flüsse wie die Altmühl, Wörnitz und Donau etc. befahren, Wildwasserfahrten fanden nicht statt. Von einigen Kanuten wurden die Reiseerleichterungen in die östlichen Länder genutzt und Flüsse in Tschechien (Moldau, Otava) befahren, in Polen die Masurischen Seen, in den „Neufünfländern“ stand die Elbe auf dem Programm. Fritz Hahn aus Muhr am See erhielt den Wanderpokal für 875 gefahrene Flusskilometer.

1992 fand die Vereinswanderfahrt im Mai auf der Alz, Inn und Salzach statt. Das Abpaddeln fand wie so oft auf der Donau auf der beliebten Strecke von Vohburg nach Kehlheim statt. Da gibt es nämlich eine altbekannte Einkehrmöglichkeit an der Fähre von Eining. Hier kann man sehr gut Forelle essen und noch besseren selbstgemachten Kuchen. Solche Stellen muss man einfach kennen und dieses wertvolle Wissen auch weitervererben. Neben diesen kulinarischen Genüssen ist natürlich der Donaudurchbruch das absolute Highlight dieser Strecke, immer wieder total beeindruckend mit seinen schroffen Felsen und (fast) unberührter Natur, wenn man die Ausflugsdampfer und Touristen ausblenden kann.

Für die Statistik: es wurden insgesamt 1.046 km gepaddelt, die Anzahl der Mitglieder in der Kanuabteilung sank auf 38 Personen.

Elfriede Wagner, geb. Schweigert

(Wenn Sie interessante Fotos zur Vereinsgeschichte beitragen möchten, senden Sie diese gerne an den Abteilungsleiter.)

Tags: Kanu