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Überraschender Aufstieg der SGK-Damen in die BOL nach Corona-bedingtem Saisonabbruch

Völlig unerwartet steigen die Damen der SG Kernfranken in die Bezirksoberliga auf. Erst letzte Saison souverän in die Bezirksliga aufgestiegen, liebäugelte man zu Beginn der Spielzeit mit dem oberen Tabellendrittel, der Klassenerhalt sollte aber in jedem Fall gesichert werden.

Das Team um das Trainergespann Konrad Moser und Uli Schmidt unterstützt durch Team-Managerin Irma Wattenbach startete etwas holprig in die Saison. Gegen den MTV Stadeln II gab es gleich zu Beginn eine bittere 16:22-Niederlage. Gegen Schwabach und Tuspo Nürnberg unterlag man in der Hinrunde denkbar knapp. Aber die Mädels ließen den Kopf nicht hängen und kämpften sich in die Liga zurück. Kein weiteres Spiel sollte mehr verloren gehen, der alte Kampfgeist war wieder geweckt.

 

Nach den zahlreichen Abgängen der letzten Saison verstärkte sich das Team durch Torfrau Denise Meierhöfer, die nun gemeinsam mit Johanna Dürnhöfer und Marion Schürmer den Kasten sauber hält. Leider blieben die SGK-Damen diese Saison vom Verletzungspech nicht verschont: Daniela Schüller, Gabriele Pees und Johanna Engelhardt fielen lange Zeit aus. Aber der eiserne Kern der Mannschaft wuchs dadurch umso mehr zusammen und zeigte eine grandiose Mannschaftsleistung über die gesamte Saison hinweg. Melanie Rother gelangen in der verkürzten Saison 82 Treffer in nur 10 Spielen – das ist eine herausragende Leistung. Wie letzte Saison boten die SGK-Damen auch diese Saison wieder eine gute Angriffsleistung, was sich nicht nur im Torverhältnis von + 55 Toren wiederspiegelt – erneut fanden sich 5 SGK-Spierinnen unter den besten 20 Torschützinnen der Liga. Alle Achtung!

Jäh wurde die Saison von der Corona-Pandemie unterbrochen. Von heute auf morgen kein Trainings- oder Spielbetrieb mehr. Dass sie nun sogar abgebrochen werden muss, ist nur vernünftig. Mit dem Aufstieg hatte zu diesem Zeitpunkt aber noch niemand so richtig gerechnet. Gedanklich war man noch bei den Tabellennachbarinnen aus Weißenburg, für die noch alles möglich gewesen wäre. Und trotzdem ist der Aufstieg der Lohn für eine gelungene Saison, auch wenn sie deutlich kürzer ausfiel als gedacht.

Ungewiss sieht man in die Zukunft: Was macht die Pandemie mit dem Breitensport? Wird die Vorbereitung wieder anlaufen können? Zu welchen Bedingungen? Schafft man es, sich auf die deutlich anspruchsvollere BOL adäquat einzustimmen? Beruhigend stimmt hier die Gewissheit, dass das Team zusammenbleibt. Die Mädels haben zueinander gefunden. Die Verletzten sind wieder fit und einsatzbereit. Das Trainergespann Moser/Schmidt und Team-Managerin Wattenbach bleiben der Mannschaft auch treu. Und auf die Fans in der Halle konnte die SGK eh schon immer zählen. In diesem Sinne gilt auch für die nächste Saison: „Wir kämpfen bis zum Schluss!“ – Aber jetzt wird erst mal gefeiert; natürlich per Videokonferenz. Besondere Zeiten erfordern besondere Rituale.

Tags: Handball