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Gerätturner auf Aufstiegskurs

Auf der Zielgeraden befinden sich die Turner der TG Mittelfranken nach dem dritten Wettkampftag der Bayerischen Turnliga in Unterhaching. Obwohl nicht in Bestbesetzung antretend, lieferte die Mannschaft starke Übungen an fast allen sechs olympischen Geräten ab und konnte den Tagessieg in der Landesliga 2 für sich verbuchen. Überraschender Weise plazierte sich der TSV Wiggensbach auf dem 2. Platz vor der höher eingeschätzten TG Allgäu III. Knapp dahinter folgt die Bundesligareserve aus Monheim. Die Mannschaften aus Lenting und Buttenwiesen sind leider nicht angetreten und bekamen daher Strafpunkte auf ihre Ranglistenpunkte.

Zum Auftakt musste die TGM als Tabellenführer wie schon bei den vergangenen Ligawettkämpfen zum Sprung. Der Heilsbronner Jannik Treiber eröffnete den Reigen und musste sogleich bei seinem Handstützüberschlag mit anschliessendem Salto vorwärts einen Sturz bei der Landung in Kauf nehmen. Das Team entschied sich, Jannik Treiber zu "jokern" und einen Ersatzturner ins Rennen zu schicken. Jede Mannschaft kann im Laufe eines Wettkampfs bis zu dreimal einen Joker einsetzen, jedoch nur einmal pro Gerät, um dadurch eine verpatzte Übung mittels eines zusätzlichen Turners zu ersetzen. Die TGM hatte sich den Auftakt ganz anders vorgestellt und geriet erstmal unter Druck, da auch die anderen Turner nur mäßige Sprünge zeigten. So sah man sich nach dem ersten Gerät plötzlich auf dem dritten Rang liegend hinter dem TSV Wiggensbach und dem schärfsten Konkurrenten um die Meisterschaft, der TG Allgäu III.

Der Barren als zweites Gerät gilt als Stärke der Mittelfranken. Hier konnte Emanuel Eitel (TV Heilsbronn) wertvolle Punkte zum Mannschaftsergebnis beisteuern. Die anderen Mannschaften patzten und die TGM zog zwischenzeitlich wieder an der Konkurrenz vorbei. Danach ging es an das Reck und dies war noch nie das Paradegerät der Erlangen-Röthenbach-Heilsbronner. Man blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück. Jannik Treiber konnte seine Übung leider nicht ohne Fehler zu Ende bringen. Die Wiggensbacher turnten derweil am Boden mit hohen Wertungen und übernahmen zur Halbzeit wieder die Führung von der TGM.

Die Wettkampfpause nach drei Geräten nutzten die Mittelfranken, um nochmal die Kräfte für die zweite Hälfte zu mobilisieren. Auch die deutliche Ansprache der Trainer half, dass alle Turner von nun an konzentriert zu Werke gingen. Am Boden kamen alle drei Heilsbronner Turner zum Einsatz. Jannik Treiber machte nahezu keine Fehler und stand alle Saltisprünge sicher. Sein Lohn waren 13,00 Punkte, so viele wie noch nie in seiner Turnkarriere an diesem Gerät. Emanuel Eitel hatte nur einen kleine Schwäche beim Spitzwinkelstütz, einem schweren Krafthalteteil. Ansonsten erreichte er mit 0,2 Punkten weniger als Jannik Treiber ein ebenso hervorragendes Resultat. Mangels Alternativen in der Mannschaft musste Sebastian Kuhn (TVH), eigentlich nur als Ersatzturner dabei, auf die Bodenfläche. Obwohl nach auskurierter Kapselverletzung erst eine Woche wieder im Training, zeigte er, dass er in der erzwungenen Pause nichts verlernt hat und turnte seine Übung ohne groben Schnitzer durch. Die TGM übernahm wieder die Führung und sollte sie bis zum Ende nicht mehr hergeben.

Das Pauschenpferd ist das Zittergerät aller Turner. An diesem Tag schien es zum Lieblingsgerät der TGM zu anvancieren. Ohne Sturz und grobe Fehler in den Übungen hinterließen die Mittelfranken einen bleibenden Eindruck bei der Konkurrenz. Daher konnte auch zum Abschluss an den Ringen keine gegnerische Mannschaft den herausgeturnten Vorsprung mehr gefährden. Letztendlich kam man dem selbstgesteckten Ziel, an die eigene Bestmarke vom Saisonauftakt anzuknüpfen, mit in der Summe nur 1,5 Punkte weniger erturnten Punkten, heran. Zum Ligafinale im Oktober im schwäbischen Pfuhl würde ein zweiter Platz genügen um den direkten Wiederaufstieg in die Landesliga 1 zu schaffen und die Schmach des Abstiegs aus der Vorsaison vergessen zu machen.

Tabelle nach 3 von 4 Wettkampftagen
VereinRLPGPZ
RLP (Ranglistenpunkte) GPZ (Gerätepunktzahl)
1. TG Mittelfranken 28 804,85
2. TG Allgäu III 24 784,95
3. TSV Wiggensbach 18 764,30
4. TSV Monheim II 14 744,10
5. TSV Lenting -8 473,15
6. TSV Buttenwiesen III -8 471,95

Tags: Gerätturnen